Eigentum vs. Miete

Jeder zahlt im Leben eine Immobilie ab – entweder die des Vermieters oder die eigene. In dieser Aussage steckt eine gewisse Eindeutigkeit – nämlich die, am besten die eigene Immobilie abzuzahlen. Aber auch das Mieten hat seine Vorzüge…

Die wichtigsten Vor- und Nachteile der beiden Varianten „Mieten oder Kaufen“ haben wir für dich zusammengefasst!

Flexibilität:

Als Mieter genießt du maximale Freiheit, schließlich kannst du deinen Mietvertrag meist mit einer Frist von 3 Monaten kündigen und somit schnell umziehen.

Beim Eigentum bist du auf den ersten Blick auf einen Ort festgenagelt. Ein Umzug bringt dann schon weiterführende Überlegungen mit sich: In dem Fall heißt es dann (ver-) kaufen oder mieten?
Bei einem Verkauf kannst du entweder selbst die Vermarktung in die Hand nehmen oder du gibst das Ganze an einen professionellen Makler.
Ein Verkauf kann auch mal deutlich länger dauern und ist mit Aufwand verbunden.

Bei einer Vermietung sollten passende Mieter gefunden werden und du solltest trotzdem entweder selbst flexibel erreichbar sein oder eine Verwaltung einsetzen. Dein Mieter braucht auf alle Fälle einen Ansprechpartner z. B. bei Fragen der Instandhaltung der Immobilie.

Die Vermietung einer Immobilie ist also eine Verpflichtung, die man sehr bewusst eingehen sollte.

Sicherheit:

Als Mieter gehst du das Risiko ein, dass dein Vermieter Eigenbedarf anmeldet, also selbst in die Immobilie einziehen möchte. Dann musst du ausziehen und nach einer anderen Wohnung oder einem anderen Haus Ausschau halten.

Als Eigentümer kann dich eigentlich niemand aus der eigenen Wohnung „rauswerfen“. Da ist die Frage nach kaufen oder mieten schnell beantwortet, wenn man sich das vorstellt.

Zudem sind in der Vergangenheit die Mieten für Immobilien mit der Zeit immer weiter gestiegen; als Mieter musst du also damit rechnen, dass auch deine Mietkosten immer weiter steigen werden.

Als Eigentümer bist du vor steigenden Mieten geschützt und kannst – wenn die Immobilie abbezahlt ist – auf den ersten Blick ohne Wohnkosten leben. Klar, Nebenkosten wie bspw. Strom und Wasser musst du auch bei einem schuldenfreien Objekt zahlen.

Instandhaltung:

Bei Renovierung, Sanierung und Instandhaltung allgemein ist immer der Eigentümer einer Immobilie derjenige, der diese bezahlen muss. Als Mieter hast du also keine Verpflichtungen, wenn bspw. der Boden oder das Bad erneuert werden müssen. Auch das sind gewichtige Argumente beim Abwägen mieten oder kaufen.

Als Eigentümer musst du mit wiederkehrenden Ausgaben rechnen und solltest daher Rücklagen für die Instandhaltung einplanen. Es bietet sich neben der Zahlung des Kredits von der Bank und der Nebenkosten an, monatlich auch ein Rücklagenkonto zu bedienen. Hier könnten 2 € pro qm ein guter Richtwert sein.

Durch diese Instandhaltungen wirkst du als Eigentümer einem potenziellen Wertverlust der Immobilie entgegen. Im besten Fall steigerst du sogar ihren Wert.

Als Eigentümer erwarten dich finanzielle Verpflichtungen, die dich als Mieter so nicht treffen. Auch wenn die Immobilie irgendwann mal schuldenfrei ist, also der Kredit der Bank zu 100% zurückbezahlt ist, musst du weiterhin für Instandhaltungen aufkommen.

Vermögensaufbau:

Um den finanziellen Mehrwert eines Immobilienkaufs zu bewerten, muss man viele verschiedene Faktoren beachten.

Entspricht die Kreditrate der Kaltmiete einer vergleichbaren Mietwohnung? Oder zahlst du mehr im Monat? Dann könntest du ja bei der Mietwohnung das „gesparte“ Geld investieren und ansparen.

Wie entwickelt sich der Wert der Immobilie? Sehen wir auch in Zukunft steigende Preise oder stagnieren oder fallen diese sogar?

Nichtsdestotrotz sorgt der Kauf einer Immobilie für einen gewissen Vermögensaufbau. Zusammengefasst: Nach 30 Jahren hast du vielleicht ein schuldenfreies Haus, also einen Vermögenswert. Hast du 30 Jahre lang Miete gezahlt, hast du diesen nicht.

Wie groß allerdings der Vermögensunterschied ausfällt, kann man pauschal nicht beantworten.

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